Monatsarchiv August 2019

VonDr.-Ing. Erik Neitzel
Eine SEO-Methodik für steigende Besucherzahlen

Immer wieder entdecken wir in unserem SERPBOT-System Web-Projekte, bei denen die zur Prüfung hinterlegten Keywords keinen Bezug zur jeweiligen Webseite haben. So wird beispielsweise das Keyword „Schule“ hinterlegt, während die Webseite ein Blog zur Erziehung von Hunden ist, für die selbst das Wort Hundeschule kaum Verwendung findet.

Gleichzeitig werden gern Kunstwörter wie „Freizeitmanagement“ zur Platzierungsprüfung hinterlegt, für die vielleicht tatsächlich Platzierungen vorliegen, für die die Keywords aber keinen Bezug zu dem haben, was Besucher tatsächlich suchen. Das ist auch daran erkennbar, dass so mancher SERPBOT-Nutzer erst gar keine Suchvolumen zu seinen Keywords einträgt. Er kennt sie nicht.

Diese Beitrag soll daher als Leitfaden dafür dienen, eine Webseite zu entwickeln, die wirklich Besucher anziehen und einem sinnvollen Ranking Check unterzogen werden kann.

Schritt 1: Mache dir klar, wovon deine Seite thematisch wirklich handeln soll

Wenn Du deine Webseite schon begonnen hast wirst Du ein klares Bild davon entwickelt haben, worauf sich deine Seite inhaltlich konzentrieren möchte. Hierauf baust Du einfach weiter auf. Deine Webseite kann sich jetzt in die Richtung entwickeln, die dir Besucher bescheren wird.

Wenn Du noch keine klaren Vorstellungen von deiner Webseite hast, kannst Du sie sogar von Beginn an an dem ausrichten, was Menschen suchen. Dann ist dies dein Startpunkt, das ist überhaupt kein Problem.

Beispiel: „Meine Seite handelt von Hunden. Ich bin gut im trainieren von Hunden. Vielleicht kann ich anderen noch etwas beibringen.“

Schritt 2: Überlege dir fünf bis sechs Suchbegriffe, die thematisch passend sind

Zu der unter Schritt 1 erkannten thematischen Ausrichtung überlegst Du dir nun ein paar sogenannte „Seed-Keywords“, also Suchbegriffe, die als Ausgangspunkt (Samen) für deine weiterführenden Recherchen gelten sollen. Sie sollten thematisch verwandt sein, müssen aber noch nicht dem entsprechen was Menschen suchen. Das ist erst in Schritt 3 relevant. Dort sind wir noch nicht.

Es geht hier um Begriffe, die dir in einem ganz allgemeinen Sinn zuerst einfallen. Jene, die Du womöglich (etwas voreilig) schon in den SERPBOT zur Prüfung eingetragen hattest, ohne dass es dafür Platzierungen für dich geben konnte. Doch für diesen Schritt 2 spielen sie zunächst eine Rolle.

Beispiel: „Hunde“, „Hundeschule“, „Hundetraining“, „Hunde trainieren“, „Hunde stubenrein“, „Hunden etwas beibringen“

Wenn Du hier keine Idee hast, kannst Du Google Suggest nutzen. Gib unter Google.de einfach einen allgemeinen Suchbegriff zu deinem Thema ein, beispielsweise „Hunde“. Danach scrollst Du in den Suchergebnissen ganz nach unten. Dort Vorschläge, die Du mitnehmen kannst:

Google Suggest Beispiel

Google-Suggest-Beispiel für das Seed-Keyword „Hunde“

Schritt 3: Recherchiere das Suchvolumen von thematisch verwandten Keywords

Die Seed-Keywords aus Schritt 2 nutzen wir nun um zu prüfen, welche thematisch relevanten Keywords nun tatsächlich von Google-Nutzern gesucht werden. In diesem Schritt kommen Tools zum Einsatz, da Du diese Keywords nicht ohne Input von Google erheben kannst.

Wir können hier zwei grundsätzliche Fälle unterscheiden:

  1. Wenn Du schon eine Webseite mit Inhalten hast, nutzt Du diese Webseite im Google Keyword Planner als Basis, um sie vom Tool durchsuchen zu lassen. Dir werden dann gezielt Vorschläge gemacht, die auf diesen Themen aufbauen. Doch vor allem kannst Du die Keywords eingeben, die Du dir unter Schritt 2 überlegt hast.
  2. Wenn Du noch keine Webseite mit Inhalten hast, nutzt Du ausschließlich deine eigenen Ideen aus Schritt 2. Das ist vollkommen in Ordnung, solange Du thematisch bei dem bist, was dir Schreibfreude bereitet.

Du schaust dir nun intensiv die Keywords an, die dir der Google Keyword Planner zeigt. Dort konzentrierst Du dich auf die Keywords mit hohem Suchvolumen (häufigen monatlichen Suchanfragen).

Das werden nicht zwangsläufig die Keywords sein, die dir unter Schritt 2 eingefallen sind. Doch hier geht es darum die Keywords kennen zu lernen, die im Netz tatsächlich gesucht werden.

Auch wird die Art und Weise *wie* Menschen suchen womöglich befremdlich für dich sein. Bist Du beispielsweise im Medizin-Sektor unterwegs, wirst Du erstaunt sein, dass Menschen nicht nach Lösungen und Therapien suchen, sondern lediglich ihre Beschwerden eingeben.

Menschen suchen gern Probleme. Sie sind negativ gepolt (sonst hätten sie keine Probleme). In deinen Artikeln möchtest Du dich also zunächst auf Beschwerden konzentrieren, um gefunden zu werden — nicht auf Heilkonzepte.

Achtung: Der Google Keyword Planner gibt dir keine konkreten Zahlen mehr zum Suchvolumen einzelner Keywords, sondern lediglich Zugriffsspannen. Auch empfiehlt dir der Keyword Planner keine Keywords mit hohen Zugriffszahlen und gleichzeitig geringem Wettbewerb für dich. Wenn Du diese sehr aufwändigen Recherche-Arbeiten auslagern möchtest, empfehlen wir dir das SECockpit.

Schritt 4: Schreibe Artikel, die diese Suchbegriffe in Tiefe adressieren

Erst jetzt schreibst Du Artikel, die sich thematisch um die Dinge drehen, die Du unter Schritt 3 als häufig gesuchte Suchbegriffe identifiziert hast. Du kannst hierbei einfach die Begriffe abarbeiten, die sich thematisch zwar nah beieinander befinden, sich aber trotzdem noch in separate Artikel aufteilen lassen. Hier hast Du dann automatisch auch eine gute Basis, um diese Artikel jeweils stimmig untereinander zu verlinken.

Diese Artikel reicherst Du mit Bild- und Videomaterial an. Auch kannst Du eigene Untersuchungen, Statistiken und/oder Verlinkungen zu weiterführenden Informationen einbauen. Hierdurch erzeugst Du immer mehr Relevanz für dein Thema und wirst von Google immer weiter als Autorität in Bezug auf dein Thema angesehen.

Du veröffentlichst deine Artikel im Abstand von etwa einer Woche. Hierdurch erscheinen regelmäßig neue, frische Inhalte auf deiner noch jungen Seite. Du kannst hierbei die Auto-Veröffentlichungsfunktion („Planen“) von WordPress nutzen.

Diesen Schritt wiederholst Du in regelmäßigen Abständen, um immer mehr inhaltlich passende Beiträge zu liefern, die die Relevanz zum Thema immer weiter erhöhen.

Schritt 5: Du optimierst deine Seite hinsichtlich On- und Off-Page-Faktoren

Um deine Webseite für Google technisch, rechtlich, strukturell und auch in Bezug auf Verlinkungen von außerhalb zu optimieren sind einige Schritte erforderlich, die Du beachten solltest. Das gilt besonders dann wenn Du für Keywords optimierst, die einem hohen Wettbewerb unterliegen.

Befolge hierzu einfach unseren gewissenhaft aufbereiteten Leitfaden zur SEO-Optimierung deiner Webseite.

Schritt 6: Prüfe deine Rankings

Jetzt macht es Sinn, deine Rankings zu überprüfen. Registriere dich einfach im SERPBOT und überlasse das lästige Rank Tracking einfach unserem Tool.

Wir hoffen dir mit dieser Methodik ein Werkzeug in die Hand zu geben, um künftig tatsächlich Besucher auf deiner Webseite zu begrüßen und sinnvolle Ranking Checks zu betreiben.

VonDr.-Ing. Erik Neitzel
Relevanz als Schlüssel für bessere Webseiten-Rankings

Als SEO möchtest Du deine Web-Projekte permanent weiterentwickeln. Du hast hier womöglich auch einen sehr strukturierten Ansatz.

Was Du als SEO bislang tust

Du erhoffst dir neue Platzierungen durch diverse Optimierungsmaßnahmen.

Gleichzeitig weißt Du „Content ist King“. So versuchst Du womöglich durch neue Inhalte weiterhin attraktiv für Google zu wirken.

Parallel prüfst Du deine Rankings und erhoffst dir durch Optimierung auf der einen Seite und neue Inhalte auf der anderen Seite stetig bessere Ergebnisse.

Dieser Ansatz ist auch nicht grundsätzlich falsch. Er ist jedoch auch nicht unbedingt vollständig.

Was möchte Google eigentlich erreichen?

Halte dir immer wieder vor Augen, was Google eigentlich tun möchte und wie Google arbeitet. Was ist verantwortlich für bessere Platzierungen, die Du von Google erhältst?

Aus Sicht der Suchmaschine geht es für Rankings von Seiten ausschließlich darum, dem Besucher (dem Suchenden) das reichhaltigste Resultat zurück zu geben. Sprich: erhält der Nutzer die für seine Suche passendste (tiefste, mehrwertigste, vielfältigste) Seite oder nicht.

Um dem Anspruch der „besten Seite“ für ein Thema gerecht zu werden, sind zweifelsohne Optimierungsmaßnahmen für Performance, Sicherheit, Seitenstruktur und co notwendig, die Du vielleicht schon ausreichend beherzigst.

Gleichzeitig bist Du für Google aber erst dann die „beste Seite“ für das Thema eines Suchbegriffs, wenn Du möglichst viel Relevanz (inhaltliche Tiefe und weiterführende Inhalte) dafür lieferst. Das wiederum kannst Du über Inhalte erreichen, die wirklich passen.

Welche neuen Inhalte Du wirklich veröffentlichen solltest

Besonders wenn deine Webseite bislang noch wenig Sichtbarkeit beinhaltet ist es wichtig, sich thematisch nicht zu verlieren. Bleib ganz klar an einem Kernthema, und sei es noch so klein.

Entwickelst Du dann immer mehr passende Inhalte, Tools, Videos und unterstützendes Material zu diesem Thema, kannst Du dich von dort aus immer stärker erweitern.

Sei bei neuen Inhalten wie eine Spirale, die sich thematisch immer ganz nah an der letzten Veröffentlichung konzentriert, und doch einen Schritt weiter geht. Dann kommst Du automatisch zu sinnvollen internen Verlinkungen und bist vollkommen ungekünstelt mit sehr hoher Relevanz für das Thema des Suchenden bestückt.

Kleines Relevanz-Fazit

Was Google dem Suchenden liefern möchte ist eine möglichst hohe Relevanz der vorgeschlagenen Webseite in Bezug auf den Suchbegriff, den der Suchenende eingegeben hat. Google wird dich für diesen Suchbegriff im Ranking erst dann weiter oben platzieren, wenn die Maschine überzeugt ist, das Du diese Relevanz lieferst.

Deine Webseite in Bezug auf verschiede OnPage-Faktoren zu optimieren ist das Mindestmaß dessen, was Google von jeder Seite erwartet. Von dort an geht es darum, wieviel Mehrwert Du einem Nutzer wirklich bietest. Bietest Du diese Mehrwerte, kannst Du dir verbesserten Rankings über die Zeit sehr sicher sein. Vorher nicht.

Es ist sinnvoll, deine Rankings zu überprüfen. Doch erwarte keine Wunder, solange Du nicht aktiv Maßnamen ergreifst, um sie auf einer inhaltlichen Ebene über gestiegene Relevanz zu verbessern.

Ein Tipp für die Zukunft

Monitore nicht die Rankings deiner Seiten, solange sie thematisch keine wirklich dichte Relevanz zu einem Thema haben. Ranking Checks dienen der Kontrolle dessen, was Du thematisch geleistet hast.

Bis Du einzelne Suchbegriffe wie „Hundeschule“ oder „Koffer“ rankst, die zwar sehr oft gesucht werden, aber auch entsprechend viel Konkurrenz-Angebot an Webseiten haben, vergeht einige Zeit.

Doch Du kannst hier punkten, indem Du (wirklich) relevante Inhalte postest — nah an den vielen Unterthemen, die es zu diesem großen Thema gibt. Mit kreativen Ideen, erstklassigen Recherchen, strukturierter Aufbereitung und medialer Untermalung. So wird deine Seite groß. Wir wünschen dir dabei viel Erfolg.