Monatsarchiv Dezember 2019

VonDr.-Ing. Erik Neitzel
Vermeidung einer Google Penalty

Um die Google-Platzierungen deiner Webseite zu verbessern solltest Du einige Punkte beachten, die deiner Webseite helfen können, von Google als thematisch relevant und für den Nutzer als wertvoll angesehen zu werden.

Doch umgekehrt gibt es auch einige Punkte, die Du unbedingt vermeiden solltest, um von Google nicht als „Black-Hat-SEO“ angesehen zu werden — als jemand, der seine Seite „überoptimiert“ und Platzierungsverbesserungen mit illegitimen Methoden provozieren möchte.

Harte No-Go’s, die Du auf jeden Fall vermeiden solltest

Google erkennt zwangsoptimierte Webseiten inzwischen sehr gut. Nachfolgend sind einige Punkte zusammen gestellt, die im Sinne einer legitimen SEO-Optimierung auf jeden Fall entfallen sollten:

  • Internes Link-Spamming (vor allem in der Seitenleiste)
  • Externes Link-Spamming (vor allem in Unterseiten auf Domains, die von der restlichen Seite isoliert sind)
  • Externe Verlinkungen über Money Keywords
  • Externe Verlinkungen über Server mit der selben IP-Adresse (selbst, wenn sie von anderen Personen oder Organisationen betrieben werden)
  • Keyword Stuffing (übertriebene Unterbringung der gewünschten Keywords in einem Artikel)
  • Deplatzierte Keywords (inhaltlich irreführende Suchbegriffe, die mit dem eigentlichen Inhalt der Seite nichts zu tun haben)
  • Versteckte Texte (weiße Schrift auf weißem Grund oder Text außerhalb des sichtbaren Bereichs des Nutzers, etc.)
  • Purer Spam (Texte ohne inhaltlichen Sinn oder Nutzen)
  • Sämtliche technischen Redirects, die den Nutzer auf eine Seite führen, die er nicht erwartet (beispielsweise versteckte JavaScript-Redirects, etc.)
  • Beherzige die vorgenannten Punkte nicht nur auf der Domain um die es dir gerade geht, sondern auf allen Domains, die dein Impressum tragen.

Selbstverändlich gibt es weitere Punkte, die dich der Gefahr einer Abstrafung näher bringen können. Wir möchten dir daher empfehlen, diese Punkte nicht einfach abzuarbeiten oder zu starr zu sehen, sondern dich schlichtweg ehrlich selbst zu fragen:

„Verhalte ich mich vollkommen ehrlich und leiste Mehrwerte für meine Besucher, oder versuche ich auf irgend eine Weise zu schummeln?“

Wenn Du den ersten Teil dieser Frage ehrlich mit „Ja“ und den zweiten ehrlich mit „Nein“ beantworten kannst, brauchst Du nichts zu befürchten. In allen anderen Fällen weißt Du, was Du zu tun hast: Korrigiere deine Seite und mache alle illegitimen Schritte rückgängig, die Du gegangen sein magst.

Im Anschluss kannst Du nach einigen Monaten erwarten, dass deine Webseite wieder an Fahrt aufnimmt. Doch hier gibt es zwei verschiedene Fälle einer Penalty, über die wir noch sprechen müssen.

Alles behoben, und nun? Algorithmische Penalties vs. manuelle Maßnahmen

Um die Frage zu klären, ob und wann man von einer Penalty wieder befreit wird, ist die Unterscheidung zwischen zwei Sorten Penalty wichtig:

  1. Algorithmische Penaltys
  2. Manuelle Maßnahmen

Im Falle einer algorithmischen Penalty sorgen einzig und allein die Algorithmen von Google dafür, dass deine Seite abgestraft und für bestimmte Keywords aus den Google-Ergebnissen entfernt wird. Diese Algorithmen werden ständig weiter entwickelt. Hast Du also alle potenziell illegitimen Punkte auf deiner Seite korrigiert und entsprichst mit deiner Domain wieder den Guidelines, wird deine Penalty ebenso automatisch wieder behoben wie sie ursprünglich gegriffen hat. Das kann selbstverständlich einen Moment dauern, und selbst im Anschluss wird deine Webseite sich erst wieder viele Monate erholen und das Feld „von hinten aufräumen“ müssen.

Im Falle einer manuellen Maßnahme wurde deine Webseite nicht durch den Algorithmus abgestraft, sondern vom Google Search Quality Team — sei es durch den Hinweis eines oder mehrerer Besucher, oder durch Auffälligkeiten, die das Team selbst zu deiner Seite brachte (beispielsweise im Falle der Verwendung einer Handelsmarke, die nicht dir gehört).

In diesem Fall erhältst Du eine Nachricht in der Rubrik „Manuelle Maßnahmen“ im Reiter „Verbesserungen“ in den Google Webmaster Tools. Deine Webseite muss anschließend nicht nur von dir korrigiert, sondern zusätzlich ein Review Request über die Google Webmaster Tools aufgegeben werden. In diesem Request muss begründet werden, was sich auf deiner Seite geändert hat und warum sie in deinen Augen wieder den Guidelines entspricht.

Wann werden Strafen wieder aufgehoben?

Das folgende Video kann dir helfen zu verstehen, wann Google Penaltys auf welchem Weg aufgehoben werden.

Das kleine Penalty-Fazit

Um Abstrafungen von Google zu vermeiden sei ehrlich zu dir und deinen Besuchern und halte dich an eine ganz simple Richtlinie: niemals schummeln. Solltest Du doch einmal absichtlich oder unabsichtlich Schritte unternommen haben, die Google nicht als fair erachtet, ist zu klären, ob Du eine Nachricht in den Webmaster Tools unter „Manuelle Maßnahmen“ bekommen hast. Ist das der Fall, lies dir die betreffende Nachricht durch, korrigiere deine Seite und beantrage ein erneutes Review.

Sollten deine Rankings stark eingebrochen sein ohne dass Du eine manuelle Maßnahme erhalten hast: geh die oben genannte Liste durch und überlege, was Du davon womöglich getan haben könntest. Korrigiere dann deine Webseite und hab einfach etwas Geduld. Weitere Ranking Checks werden dir helfen zu prüfen, ob deine Platzierungen langsam wieder steigen.