Google Website Ranking verbessern

VonDr.-Ing. Erik Neitzel
Google Website Ranking verbessern

Das Ranking deiner Website zu optimieren ist die moderne Form der kostenfreien Werbung. Wenn Du dein Google Ranking aber verbessern möchtest, sind einige Punkte von Relevanz, die wir in diesem Artikel prägnant zusammen fassen.

Was beeinflusst das Ranking auf Google?

Der aktuelle Google-Algorithmus unterliegt einem stetigen Wandel. Google beobachtet jeden Tag, wie Nutzer auf die Webseiten reagieren, die sie in den Ergebnissen der Google Suche vorfinden. Wird eine Seite von 90% der Besucher schon nach dem ersten Aufruf wieder verlassen, so ist das ein Signal für eine geringe Qualität der Webseite für diesen Suchbegriff.

Der Google Algorithmus sieht in einem solchen Fall heute schon von selbst vor, dass die Seite automatisch eine geringere Platzierung erhält. Doch eben dieser Automatismus entspricht nicht immer den Präferenzen der Nutzer. Insofern sollte man sich bei der Verbesserung der eigenen Rankings auf Google zunächst immer eine grundsätzliche Fragen stellen:

„Was macht eine gute Webseite für mich aus?“

Die Antworten, die man selbst auf diese Frage findet, sind genau die Kriterien, die das Ranking der eigenen Website auf Google beeinflussen. Es ist einfach Teil dessen, wie die Suchmaschine arbeitet. Wir können hier unterscheiden in drei grundsätzliche Gruppen von Kriterien:

  1. Kriterien, die man auf der eigenen Webseite beeinflussen kann (sogenannte On-Page-Optimierung).
  2. Kriterien, die man außerhalb der eigenen Webseite beeinflussen kann (sogenannte Off-Page-Optimierung).
  3. Kriterien, die man nicht selbst beeinflussen kann.

Über diese drei Gruppen von Kriterien wollen wir nun detaillierter sprechen.

Welche Faktoren kann man auf der eigenen Webseite beeinflussen?

Besonders bei dieser ersten Frage lohnt es sich immer wieder zur Ausgangsfrage zurück zu kehren. Man sollte stets überlegen, was man selbst als Nutzer als qualitativ hochwertige Seite empfindet, und was nicht.

Rechtliche Notwendigkeiten

Eine Webseite muss in Deutschland beispielsweise schon bestimmten rechtlichen Anforderungen genügen. Darunter fällt:

  • Ein ordentliches Impressum mit Angabe des Betreibers der Seite und der Person, die für den Inhalt verantwortlich ist.
  • Eine Datenschutzerklärung, dessen Angaben mit den technischen Gegebenheiten der Webseite übereinstimmen sollten.
  • Eine Kontakt-Seite, die zwar rechtlich nicht explizit gefordert ist, aber im Zweifel von verschiedenen Personen aufgesucht werden  würde.

Deine Suchmaschinen-Platzierung wird nicht steigen, wenn diese Mindestinhalte nicht auf deiner Seite präsent sind.

Saubere inhaltliche Struktur und Usability

Neben rechtlichen Kriterien ist auch sofort klar, dass Du dich als Besucher einer Webseite zurecht finden können möchtest. Das bedeutet, dass Du als Besucher ganz sicher Wert auf folgende Punkte legst:

  • Ein Hauptmenü, dass dich zu den rechtlichen Links (siehe oben) und den Haupt-Themen der Webseite führt.
  • Ein mobiles Menü, dass dir diese Punkte auch von Smartphone und Tablet aus anbietet.
  • Eine Kategorie-Ansicht über die Artikel deines Blogs oder deiner sonstigen Inhalte, die für dich als Besucher verständlich ist.
  • Eine inhaltliche Tiefe deiner Artikel, die deine Fachkompetenz belegen.
  • Eine solide Verlinkung deiner Inhalte untereinander, die dem Besucher weiterführende Informationen liefern können.
  • Eine gewisse Liebe zum Detail, die belegt, dass Du die Ausarbeitung deiner Webseite gewissenhaft betreibst.
  • Eine benutzerfreundliche Oberfläche, die ausreichend farblichen Kontrast, ausreichend Abstände zwischen den Schaltflächen, die Möglichkeit sich Bildinhalte vorlesen zu lassen (Stichwort ALT-Tag), etc. bietet.

Auf all diese Werte legst Du als Besucher wert, insbesondere als Nutzer mit gewissen Einschränkungen wie beispielsweise teilweiser Blindheit. Aus diesem Grund prüft Google diese Kriterien sehr genau ab und ist darin heute auch sehr effektiv.

Saubere technische Struktur, Performance und Sicherheit

So wie ein Besucher die Webseite verstehen möchte, will auch die Maschine die Struktur deiner Seite nachvollziehen können. Hierzu sind abermals verschiedene Punkte von Relevanz:

  • Eine saubere Struktur, idealerweise dokumentiert in Form einer XML-basierten Sitemap, die in der Google Search Console eingereicht werden kann
  • Möglichst wenig bis keine Fehler in der Auszeichnung der HTML- und CSS-Anweisungen. Content Management Systeme sind hierfür nützlich.
  • Möglichst wenig technischer Overhead, d.h. keine nicht notwendigen Anweisungen, Umbrüche, nicht benötigte Dateien oder unnütz große Bilder.
  • Möglichst schnelle Webserver, die nicht durch eine zweistellige Anzahl von anderen Kunden mitgenutzt werden.
  • Möglichst hohe Sicherheitsstandards, beispielsweise in Form einer SSL-verschlüsselten Webseite.

Wenn Du prüfen möchtest, ob Du Overhead vorhältst oder einen besonders langsamen Webserver einsetzt, kannst Du unseren Performance Checker nutzen.

Geschwindigkeit und Datenschutz von zunehmender Wichtigkeit

Im Zeitalter von sowohl Smartphones als auch der Datenschutz-Grundverordung (DSGVO) spielt die Performance- und Security-Optimierung eine zunehmende Rolle. So wie eine Datenschutzerklärung auf inhaltlich-rechtlicher Ebene heute Pflicht für jede Webseite ist, sollte auch die Optimierung deiner Seite in Richtung des Schutzes von überhöhten Ladezeiten und dem Erspähen personenbezogener Daten durch Dritte ganz in deinem Interesse sein.

Das ist nicht nur zu verstehen als Suchmaschinen-Optimierung für Marketing-Zwecke. Es ist zusätzlich wichtig, um deine Besucher nicht zu verprellen. Niemand mag eine langsame Webseite. Niemand möchte eine Bestellung auf einer unsicheren Verbindung abgeben. Es ist daher ganz im Sinne deines Geschäftszwecks, aber vor allem im Sinne deiner Verantwortung darüber, eine vertrauenswürdige und qualitativ hochwertige Seite aufzubauen.

Welche Faktoren kann man außerhalb der eigenen Webseite beeinflussen?

Alle vorbezeichneten Punkte sind durch dich direkt auf deiner Website beeinflussbar und können dein Ranking spürbar beeinflussen. Doch noch immer legt Google großen Werte darauf, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen deiner Website und dem restlichen Word Wide Web besteht. Das misst im indirekten Sinne die Relevanz deiner Seite auf thematischer Ebene.

Google Website Ranking

Die Idee hierbei ist, dass wenn eine Webseite hohen Vertrauens dich direkt (oder indirekt über nur eine weitere Seite) verlinkt, Du für Google vertrauenswürdiger erscheinst als eine Seite, die in ihrer Verlinkung in der Kette entsprechend weiter entfernt von Webseiten hohen Vertrauens liegt.

Das mag zunächst bizarr anmuten, da Du schließlich wenig beeinflussen kannst, ob Du von einer Seite verlinkt wirst, die irgend jemand als sehr vertrauensvoll definiert hat. Doch Du darfst dir hier in Erinnerung rufen, dass letztlich jede Webseite im Internet mit jeder anderen verbunden ist. Es ist immer nur die Frage, wieviel Abstand zwischen dir und einer sehr vertrauensvollen Webseite bestehen.

Gezielter, aber gewissenhafter Backlink-Aufbau

Hier kommt das Thema Backlink-Aufbau ins Spiel. Du kannst beispielsweise bei Seiten mit viel Besucheraufkommen anfragen, ob Du einen Gastartikel schreiben kannst. Auf keinen Fall solltest Du hingegen jemandem Geld dafür bieten, dass er dich verlinkt. Das ist nicht nur gewissenlos, sondern wird von Google manchmal auch sehr gut durchschaut.

Verbreitung deiner Inhalte in soziale Netzwerken

Ein weiteres Signal, dass Google für die Einschätzung deiner Vertrauenswürdigkeit zur Hand nimmt, ist die Anzahl von Shares, die deine Website in sozialen Medien erhält. Wenn viele Menschen der Meinung sind, dass dein Artikel einen Mehrwert in ihrem Leben darstellt, wird deine Relevanz entsprechend höher bewertet.

Hier kannst Du einwirken, indem Du:

  • Artikel teilbar machst (achte hierbei auf die Datenschutz-Konformität einiger Plugins)
  • Bilder teilbar machst (hier gilt das Gleiche)
  • Profile auf allen gängigen sozialen Netzwerken vorhältst, die dein Branding tragen und auf denen deine Artikel geteilt werden
  • Facebook-Gruppen gründest, in denen ein möglichst reger Austausch zu deinen Artikeln stattfindet

Welche Faktoren kann man nicht beeinflussen?

Du siehst, Du kannst durchaus einiges tun, um deine Suchmaschinen-Platzierungen voran zu bringen. Doch natürlich zieht Google auch weitere Kriterien für das Ranking heran, die Du leider gar nicht beeinflussen kannst.

Beispiele hierfür sind:

  • das Alter deiner Domain (ältere Seiten, die ununterbrochen mit Inhalten versorgt wurden, werden von Google bevorzugt, selbst wenn sie gegen die übrigen Kriterien etwas mehr verstoßen als neuere Webseiten)
  • der SEO-Aufwand, den die Konkurrenz in ihre eigenen Webseiten steckt (wer ein ganzes Team an Performance-Ingenieuren und Backlink-Architekten einsetzt, wird erfolgreicher sein als Du als Einzelperson)
  • die Launenhaftigkeit der Menschen, die in deinem Markt aktiv sind (ob und wer deine Artikel teilt, ist oft nur schwer nachvollziehbar und unterliegt keinen belastbaren Regeln)

Sei dir diesen Faktoren einfach bewusst, nimm sie an und stecke deine Energie in die übrigen Punkte, die Du sehr wohl beeinflussen kannst. Von dort an lass locker und beobachte, was mit deinen Rankings geschieht.

Warum ist es sinnvoll, die eigenen Keywords regelmäßig zu überprüfen?

Wie immer steht zuletzt die Prämisse des Monitorings. Im Zuge einer ganzheitlichen SEO-Optimierung solltest Du stets prüfen, ob und wie gut deine Website für bestimmte Suchbegriffe rankt. Ein SEO-Ranking-Check dient als Grundlage dafür einzuschätzen, ob Du schon genügend Energie in die Punkte investiert hast, die auf diese Seite zusammengetragen wurden.

Da es im deutschsprachigen Raum kaum ein Tool gibt, welches den bundesdeutschen und europäischen Datenschutz-Anforderungen genügt und gleichzeitig einen für Einzelpersonen und Kleinunternehmen tragbaren Preis bietet, haben wir hierzu ein ganz eigenes Ranking-Checker-Tool, geschrieben. Wir hoffen, dass es dir gute Dienste leistet.

Über den Autor

Dr.-Ing. Erik Neitzel